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ComAI Lecture: Gabriela Molina León über den Einfluss generativer KI auf die Visualisierungsforschung

Dr. Gabriela Molina Leon bei der ComAI Lecture
Dr. Gabriela Molina Leon bei der ComAI Lecture

Am 5. Mai 2026 war Gabriela Molina León zu Gast bei der ComAI Lecture in Bremen. Die Postdoktorandin der Universität Aarhus (Dänemark) forscht an der Schnittstelle von Informationsvisualisierung und Mensch-Computer-Interaktion und stellte drei aktuelle Projekte zum Einsatz generativer KI in der Datenvisualisierung vor.

Das erste Projekt, Hey Dashboard!, entwickelte DIANA (Dashboard Interactive Assistant for Navigation and Analysis), einen KI-basierten Assistenten für das Onboarding in komplexe Dashboards. Die Evaluation zeigte: Je anspruchsvoller die Aufgaben, desto stärker nutzten die Teilnehmenden DIANAs multimodale Fähigkeiten.

Das zweite Projekt, DuckDuckTalk, nahm das „Rubber Ducking“ aus der Softwareentwicklung als Ausgangspunkt: Was, wenn die Ente zurückreden könnte? Das Team entwickelte agentenbasierte Visualisierungssysteme, in denen sogenannte Active Externalization Partners (AEPs) verschiedene Rollen und „Persönlichkeiten“ übernehmen, etwa als Expert Coder oder Clarifier.

Das dritte Projekt, The Impact of Generative AI on Visualization Professionals: Positions, Experiences, and Abilities, präsentierte Befunde einer Umfrage unter 56 Visualisierungsfachleuten. Das Bild ist polarisiert: Generative KI wird vor allem für Programmieraufgaben genutzt, hinsichtlich Einkommenssicherheit und beruflicher Perspektiven überwiegt jedoch Skepsis.

Abschließend plädierte Molina León für klare Richtlinien analog zum EU AI Act, werkzeugagnostische Lösungen sowie partizipative Methoden zur Bewertung von Chancen und Risiken.

Gabriela Molina León hat ihre Promotion 2024 an der Universität Bremen abgeschlossen (betreut von Andreas Breiter und Petra Isenberg) und ist Mitorganisatorin des Data Visualization Bremen Meetups – ihr Vortrag war also auch eine Rückkehr nach Bremen.

Gefördert durch DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)FWF Österreichischer Wissenschaftsfonds

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Andreas Hepp
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Universität Bremen
Tel: +49 421 218-67620
Assistenz Frau Schober: +49 421 218-67603
E-Mail: andreas.hepp@uni-bremen.de

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