Sprachassistenten, die unsere Befehle entgegennehmen, Social Bots, die Debatten beeinflussen, und Maschinen, die Texte generieren — all diese Beispiele stehen für Formen der Automatisierung von Kommunikation. Auch die öffentliche Diskussion zu derartigen Phänomenen verdeutlicht, wie sehr die Automatisierung von Kommunikation voranschreitet — und gleichzeitig als Herausforderung wahrgenommen wird. Gegenwärtige Gesellschaften scheinen ihre Kommunikation nur mit Hilfe von Automatisierung bewältigen zu können, was wiederum Bedarfe erzeugt, für die automatisierte Kommunikation als Lösung gesehen wird.
Forschung in neun Projekten plus Koordinationsprojekt
Die von der DFG und dem FWF geförderte Forschungsgruppe „Kommunikative KI“ erforscht in neun Teilprojekten und einem Koordinationsprojekt, wie sich gesellschaftliche Kommunikation ändert, wenn kommunikative KI Teil derselben wird. Beteiligt sind Spitzenforscher:innen aus den Bereichen Kommunikations- und Medienwissenschaft, Informatik, Soziologie und Rechtswissenschaft. Im Fokus der Forschung stehen gesellschaftliche Pionier:innen, die Entwicklung von Interfaces, der rechtliche Umgang als auch jener von Unternehmen mit kommunikativer KI, ihre Rolle im Journalismus, im öffentlichen (Online-)Diskurs, im persönlichen Alltag, im Gesundheitsbereich sowie beim Lernen und Lehren.
Mitglieder der ComAI-Forschungsgruppe organisieren einen Halbtagsworkshop auf der CUI in Bremen, um den Einsatz menschenähnlicher pragmatischer Signale in Dialogsystemen verschiedener Anwendungsbereiche zu untersuchen. Derzeit werden solche Signale von Modellen oft unreflektiert imitiert, anstatt sie strategisch so zu gestalten, dass sie eine echte kommunikative Funktion erfüllen. Wie können wir über die bloße Illusion menschenähnlicher Merkmale hinausgehen (…)
Es ist nicht die typische Einstiegsfrage für Wissenschaftler:innen, aber für Jonah Wermter und Antonia Eichenauer aus dem Projekt „Journalismus: Die Automatisierung der Nachrichten und journalistische Autonomie“ war genau das der Beginn vieler interessanter Gespräche. Auf der re:publica in Berlin, einer der größten und wichtigsten Konferenzen zu digitalen Medien, Politik und Gesellschaft, hatten sie ihren KI-Kummerkasten (…)
Im Rahmen ihrer Forschung zu KI-Begleitern im persönlichen Alltag führen Michaela Pfadenhauer, Marvin Waibel und Andrea Heisse Interviews mit Expert*innen zu KI-Begleiter-Apps durch. Das Projekt zielt darauf ab, die kommunikative Form von KI-Begleitung zu analysieren und zu untersuchen, wie sich diese im App-Design und in der Interaktion manifestiert. Das folgende Interview wurde mit Dmytro Klochko, (…)
Am 21. Mai 2026 hat die AG Diversity & Gender Equality der ComAI-Forschungsgruppe ihre neue interne Lecture Series gestartet. Den Auftakt machte Katharina Mosene vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) und vom Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) mit einem Impulsvortrag zu KI, Diskriminierung und Stereotypen. Ausgehend von einer intersektional-feministischen Perspektive zeigte Mosene, wie (…)
Sorgen und Ängste gibt es einige, wenn es darum geht, wie kommunikative KI im Journalismus zur Anwendung kommt. Um diese einzufangen, hat sich das Projekt “Journalismus: Die Automatisierung der Nachrichten und journalistische Autonomie” ein altbewährtes Instrument zu eigen gemacht: Den Kummerkasten, eine bunte Kiste, in die Besucherinnen und Besucher der re:publica, der Konferenz für Netzkultur, (…)
Am 14. April nahmen die ComAI-Teammitglieder Leonie Winterpacht und Sara Skardelly (aus dem Teilprojekt „Health: Caring through ComAI“) am Innovationsforum teil, das vom Centre of Innovation des St. Monica Trust in Bristol, Großbritannien, organisiert wurde. Das jährliche Forum bringt Anwohner, Innovatoren, Forscher und Pflegekräfte zusammen, die sich für die Zukunft der Pflege und neue Technologien (…)
Anfang dieses Jahres verbrachte Sara Skardelly vom Teilprojekt „Health: Caring through ComAI“ sechs Wochen als Gastdoktorandin am Emerging Technologies Research Lab (ETLab) der Monash University und schloss sich dem ARC Centre of Excellence for Automated Decision-Making and Society (ADM+S) an. Der Aufenthalt erweiterte ihr methodisches Instrumentarium im Bereich der visuellen Ethnografie und vertiefte ihre Auseinandersetzung (…)
Die Forschungsgruppe ComAI (FOR 5656 »Communicative AI«) und die Sektion Wissenssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie laden herzlich zum interdisziplinären Workshop „Von Gegenwartsanalysen zum Futuring. Methoden der zukunftsorientierten Generierung von Praxis und Wissen“ ein. Der Workshop findet am 28. und 29. Mai 2026 im Haus der Wissenschaft in Bremen statt. Im Mittelpunkt steht eine kritisch-reflexive (…)
Am 5. Mai 2026 war Gabriela Molina León zu Gast bei der ComAI Lecture in Bremen. Die Postdoktorandin der Universität Aarhus (Dänemark) forscht an der Schnittstelle von Informationsvisualisierung und Mensch-Computer-Interaktion und stellte drei aktuelle Projekte zum Einsatz generativer KI in der Datenvisualisierung vor. Das erste Projekt, Hey Dashboard!, entwickelte DIANA (Dashboard Interactive Assistant for Navigation (…)
Vom 23. bis 24. Februar 2026 nahm Sara Skardelly vom Teilprojekt „Health: Caring through ComAI“ am zweitägigen Symposium „Anticipatory Infrastructures“ an der Monash University in Melbourne teil. Die Veranstaltung wurde vom Emerging Technologies Lab (Monash University) ausgerichtet und gemeinsam mit der Academy of Mobility Humanities (Konkuk University) organisiert. Das Symposium brachte Forscher*innen aus den Sozial-, (…)
Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, startet die AG Diversity & Gender Equality der ComAI-Forschungsgruppe ihre neue interne Lecture Series mit einem Impulsvortrag von Katharina Mosene (Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut). Unter dem Titel KI, Diskriminierung & Stereotype untersucht Mosene, wie kommunikative KI-Systeme – insbesondere Large Language Models (LLMs) – nicht nur Informationen verarbeiten, sondern (…)
Am 23. April 2026 wurde das Graz Sociodigital and Participatory Futures Studio (kurz: GraSP Futures Studio) offiziell eröffnet. Dieser kollaborative Raum für partizipative Forschung mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteur:innen hat das Ziel, inklusivere und gerechtere soziodigitale Zukünfte zu imaginieren und gemeinsam zu gestalten. Das Studio wird nachhaltige Kooperationen mit lokalen Akteur:innen und Bewohner:innen aufbauen und sich (…)
30. April 2026
Fragen beantwortet:
Prof. Dr. Andreas Hepp
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Universität Bremen
Tel: +49 421 218-67620
Assistenz Frau Schober: +49 421 218-67603
E-Mail: andreas.hepp@uni-bremen.de