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Illustration Promotionsvorhaben Phillip Engelhardt
Illustration Promotionsvorhaben Phillip Engelhardt

Kommunikative Konstruktion von alternativen KI-Zukünften bei Algorithm Watch und der Mozilla Foundation

Promotionsvorhaben von Phillip Engelhardt

Der Diskurs um die Zukunft von KI wird derzeit von kommerziellen Systemen, profitablen use-cases und Versprechen eines ökonomischen Aufschwungs durch Big Tech dominiert. Verschiedene Akteure aus dem non-profit Sektor und darüber hinaus beurteilen diese Dominanz kommerzieller KI als Gefahr für die Öffentlichkeit: Systeme wie ChatGPT oder Grok werden für ihr teilweise problematisches Antwortverhalten kritisiert, während Unternehmen wie OpenAI, xAI und Palantir die Kollaboration mit autoritären Regimen und die Subversion demokratischer Institutionen vorgeworfen wird.

Die Regulierung von Big Tech durch (inter-)nationale Gesetzgebung kann mit der Geschwindigkeit und Dynamik von KI-Entwicklungen nicht mithalten. Als Alternative zur Zentralisierung von KI-Entwicklung im kommerziellen Sektor wird die Idee einer Public AI imaginiert: einer universell zugänglichen und öffentlich kontrollierten KI-Infrastruktur zur Unterstützung und Erhaltung deliberativ-demokratischer Prozesse. KI bietet jenseits seiner Kommerzialisierung vielfältige Potenziale zur positiven Transformation von Gesellschaft im öffentlichen Interesse. Public AI versucht, diese Potentiale zu erkennen und zu verwirklichen.

Das Ziel der Dissertation ist es, die kommunikative Konstruktion von Public AI als zukunftsgerichtete Vision künstlicher Intelligenz zu verstehen. Basierend auf der Grounded Theory-Methodologie werden dabei drei Teilaspekte analysiert: (1) die Akteurskonstellation rund um Public AI, (2) die kommunikativen Praktiken dieser Akteurskonstellation und (3) die Vorstellung von KI als öffentliches Gut. Eine qualitative Kodierung von Interviews, Publikationsmaterialien und Schlüsseltexten, mehrere Veranstaltungsethnografien und die diskursanalytische Beschäftigung mit einem Online-Forum bilden die Datengrundlage für die Analyse.

Die Dissertation trägt zur kommunikations- und medienwissenschaftlichen Forschung bei, indem sie eine emergente KI-Zukunftsvision untersucht, die in der komplexen imaginativen KI-Landschaft als dritter Weg – neben kommerziellen Systemen und deren staatlicher Regulierung – imaginiert wird, um die Gesellschaft der Zukunft mit KI zu gestalten.

Kontakt

Gefördert durch DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)FWF Österreichischer Wissenschaftsfonds

Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Andreas Hepp
ZeMKI, Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung
Universität Bremen
Tel: +49 421 218-67620
Assistenz Frau Schober: +49 421 218-67603
E-Mail: andreas.hepp@uni-bremen.de

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